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                                                                                 Januar 2012
 
 
NIX WICHTIG´S, ABER...
...stürzen wir uns frisch geföhnt hinein in dieses hochspannende neue Jahr, von dem uns der alte - übrigens nicht mit der gleichnamigen Biene verwandte - Maya eine Nachricht in seine muffige Höhle gekrakelt hat, dass dieses Jahr nun unser letztes sein wird. Demnach werden wir orakeltreu am 21. Dezember schließlich gemeinsam unserem Schöpfer entgegentreten, der seinen Jopi -
einen seiner Erstversuche - bereits frühzeitig zu sich bestellt hat, um zu sehen, was aus uns geworden ist. Auch die Griechen haben bereits um vorzeitige Entlassung aus dem Irdischen gebeten, denn was bringt die schönste Weltabschieds-Party, wenn man nicht einmal den Eintritt bezahlen kann. Wir Eggenfeldener können freilich erhobenen Hauptes auf einem frisch gewienerten Stadtplatz der Apokalypse entgegenschauen, während unser Bürgermeister sich weise vorausblickend schon einmal das alte Bahnhofsgebäude gekauft hat, in dem er ab Ende Oktober einsam um Vergebung seiner Sünden bitten will - so lange wird er wohl brauchen. Dort werden wir auch unseren Veranstaltungs-Effendi Nagel mit einsperren müssen, damit er nicht auf die Idee kommt bei der
Planung unseres letzten Tages mitzuwurschteln, was bekanntlich mit endlosen Regenschauern einhergehen würde. Natürlich wird uns der Donsch pianologisch mit uns wohlvertrauten Melodien in die Ewigkeit begleiten und auch der Ries´sche Würschtl-Wagen wird uns in den letzten Stunden sein Pommesfett-Ambiente zur Verfügung stellen, welches uns vom Laufstall an durch´s ganze Leben
begleitet hat. Sollten beim letzten Ritual vor dem jüngsten Gericht noch Menschenopfer verlangt werden, so liegen demnächst Listen im Rathaus aus, in denen jeder seine Vorschläge niederschreiben kann. Es wird darauf hingewiesen, dass pro Person nur fünf Vorschläge gemacht werden können. Und ... sollte bekannt werden, dass irgendein Asteroid, der es nicht erwarten kann,
früher als geplant in Ihrem Garten einschlägt, schlafen Sie einfach eine Nacht beim Nachbarn, wir wollen doch alle bis zum Schluß zusammenbleiben. Ein lustigen Rest noch... Stefan Wählt
 
 
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